Bücher

Drei Bücher von Hans Heinz Holz sind in Vorbereitung auf das Seminar der Karl-Liebknecht-Schule – aber natürlich auch darüber hinaus – lesens- und nachdenkenswert. Sie seien deshalb hier kurz vorgestellt und zum Studium empfohlen. Alle drei sind in der Edition Marxistische Blätter im Essener Neue-Impulse-Verlag erschienen:

Niederlage und Zukunft des Sozialismus
1991, 120 Seiten

Niederlage und Zukunft des Sozialismus

Kommunistische Parteien sind heute in der Krise – nicht nur in der BRD. Diese Krise der Parteien ist nicht eine Krise des Marxismus, der seine theoretische Kraft nicht zuletzt darin bewiesen hat, daß mehr und mehr auch die bürgerliche Wissenschaft von Denkmodellen und Einzeleinsichten marxistischer Forschung Gebrauch macht und sie in sich integriert, ohne allerdings das System im ganzenund seine weltanschaulichen Konsequenzen zu akzeptieren.

Natürlich ist der Marxismus, wie jede Wissenschaft, herausgefordert durch neue Entwicklungen der Wirklichkeit, die es mit Weiterbildung der Theorie zu begreifen gilt. …

Die Voraussetzungen einer nicht bloß pragmatischen, gar opportunistischen sozialistischen Politik, die das Ziel der Überwindung des Kapitalismus und des Übergangs zur klassenlosen Gesellschaft nicht aus dem Auge verliert, ist die ständige Arbeit an der richtigen Theorie der Wirklichkeit, in der wir leben. (Hans Heinz Holz)  Jetzt lesen …

Kommunisten heute
Die Partei und ihre Weltanschauung
1995, 160 Seiten

Kommunisten heute

Die erste Auflage seines 1991 erschienenen Buches „Niederlage und Zukunft des Sozialismus" war schnell vergriffen und sorgte auch international für Diskussion, weil hier einer die Zeitgesänge postsozialistischer Beerdigungsredner mit seiner Streitschrift über Grundfragen und Perspektiven des Marxismus sowie einige Gründe für das Scheitern der ersten sozialistischen Gesellschaften störte und den Resignierten Mut machte. Nicht zuletzt deshalb wurde das Buch in mehrere Sprachen übersetzt. Mit diesem zweiten Buch konzentriert sich Hans Heinz Holz nicht weniger streitbar auf das Parteiverständnis der Kommunisten, seine Kategorien und weltanschaulichen Grundlagen. Denn, so schreibt er in seinem Vorwort, „die Frage nach dem Kommunistsein ist nicht ablösbar von der Frage nach der politischen Organisation, der Partei. Politische Praxis ist immer organisiert kollektive Praxis. Das Individuum bleibt immer privat, wie sehr es auch von den Inhalten der Politik ergriffen und erregt werden mag. Unus homo, nullus homo – ein Mensch ist kein Mensch, sagten die Römer. Kommunisten werden zu solchen in der Partei …“  Jetzt lesen …

Sozialismus statt Barbarei
Ein Beitrag zur Zukunftsdebatte
1999, 144 Seiten

Sozialismus statt Barbarei

Seit dem Zerfall der Sowjetunion hat der Kapitalismus die Brutalität seines Wesens so unverhüllt gezeigt wie seit langem nicht mehr. Die Alternative Sozialismus oder Barbarei stellt sich so unausweichlich wie zu der Zeit, als Rosa Luxemburg sie formulierte. Aber was heißt Sozialismus? Das Beispiel Sowjetunion, an dem sich die Kommunisten orientierten, ist in der Systemkonkurrenz mit dem Kapitalismus zerbrochen. Seine Schwächen sind so offenkundig zutagegetreten, daß seine Stärken darüber heute oft ganz vergessen werden.

Völlig verzerrt wird auch das Bild von vierzig Jahren Aufbau des Sozialismus im östlichen Teil Deutschlands, der DDR. Doch die dabei gemachten Erfahrungen dürfen wir weder verdrängen noch verfälschen lassen. Sie gehören zur deutschen Geschichte und zur Geschichte unserer Partei.  Jetzt lesen …

In Ergänzung hierzu empfehlen wir:

Hans-Günter Szalkiewicz (Hg.):
Die Welt begreifen – organisiert handeln

Die Welt begreifen – organisiert handeln

Edition ost, Berlin 2013
144 S., 7,99 €, ISBN 978-3-360-01848-9

Dieser Band dokumentiert die Beiträge, die auf dem Symposium „Die Einheit von Politik und Philosophie im Kampf für den Kommunismus“ gehalten worden sind. Ursprünglich als Würdigung zum 85. Geburtstag gedacht, wurde diese Tagung am 25. Februar 2012 zur ersten Gedenkveranstaltung für den international renommierten Philosophen und politischen Kämpfer Hans Heinz Holz, der wenige Wochen zuvor verstorben war. Den Referaten liegt der Gedanke von Hans Heinz Holz zugrunde, „politische Philosophie ist Politik, nämlich eingreifendes Begreifen der Polis, d. h. der Gesellschaft in ihren staatlichen, bürgerschaftlichen Formen der Organisation des menschlichen Gemeinschaftslebens“.

Autoren der Beiträge sind: Dr. Friedrich-Martin Balzer, Dr. Hans-Peter Brenner,
Aydin Çubukçu, Patrick Köbele, Prof. Dr. Domenico Losurdo, Isabel Monal, Univer.-Doz. Dr. Alfred J. Noll, Dr. Arnold Schölzel, Dr. Klaus Steiniger, Prof. Dr. Wolfram Triller

... und als letztes:

Hans Heinz Holz:
Das Kommunistische Manifest –
seine historische Bedeutung

In: Kommunistisches Manifest passé?! Marxismus im 21. Jahrhundert
Schriftenreihe der Marx-Engels-Stiftung, Band 32
Pahl-Rugenstein-Verlag, Bonn 1999, S. 98–114